Vor Drehbeginn
Der Produzent

Produzent eines Filmes ist der, der die organisatorische Leitung und wirtschaftliche Verantwortung an der Produktion des Filmes übernimmt.

Wann bin ich eigentlich Produzent?

Die Aufgaben des Filmherstellers, wie er im Urhebergesetz genannt wird, sind vielfältig: Er engagiert den Drehbuchautor, den Regisseur, den Kameramann und die Schauspieler und schließt die entsprechenden Verträge ab.
Darüber hinaus ist der Produzent für die Finanzierung und die Vermarktung des Films verantwortlich. Er muss sich mit Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten auskennen und potentielle Ansprechpartner von der Qualität und den Verwertungsmöglichkeiten des Produktes überzeugen können. Gefragt sind unternehmerisches Können und Verhandlungsgeschick.

Aber damit nicht genug: Ein Produzent sollte auch in der Lage sein, ein großes Team zu führen. Also zumindest Feingefühl und psychologisches Geschick besitzen. Er muss in der Lage sein, schnelle, verbindliche Entscheidungen zu treffen. Sein Job ist ein dauerndes Abwägen zwischen Budget und kreativen Ansprüchen. Wer schon einmal bei Dreharbeiten dabei war, weiß wie schwierig es ist, hier für alle vertretbaren Entscheidungen zu treffen.

Produzent eines Filmes können einzelne oder mehrere Personen sein. Um das Haftungsrisiko geringer zu halten, empfiehlt sich oft die Gründung einer GbR oder einer GmbH.

Das Flmproduzentenspiel – nicht GANZ ernst gemeint
(www.filmpate.de)

Packaging und Pitching

Während der Autor noch an der endgültigen Drehbuchfassung feilt, sucht der Produzent einen Regisseur, mit dem er zusammen mit den TV-Sendern Besetzungsvorschläge erarbeitet. Gleichzeitig kümmert er sich um die Gesamtfinanzierung.

Das Zusammenspiel aller Beteiligten, das Package, (Drehbuchautor, Produzent, Regisseur, Schauspieler usw.) muss interessant und attraktiv ausfallen, damit gute Finanzierungs- und Vermarktungsmöglichkeiten gefunden werden können.

Wer es versteht, seine Ideen gut zu verkaufen, bewirkt oft Wunder. Den Vorgang, kurz und bündig eine knackige Idee vorzustellen, bezeichnet man in den USA als ein Pitching. In Deutschland, wo es für Autoren eher unüblich ist, ihre Ideen mündlich vorzutragen, spricht man häufiger von einem Pitchpapier. Doch oftmals reicht bereits ein einziger Satz, um eine Filmidee zu "pitchen".

Neben dem 1:1-Pitching bei dem Produzenten individuell ihr Vorhaben einem Finanzierungspartner vorstellen, gibt es auch Veranstaltungen, auf denen gleichzeitig eine größere Anzahl von Projekten einer größeren Anzahl von potentiellen Finanziers vorgestellt wird.


Zwei Beispiele für Stoffbörsen:
Europeanpitchpoint (www.europeanpitchpoint.com)

Speziell für Dokumentarfilme:
IDFA Amsterdam (www.idfa.nl)
 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 1 - 1 von 6

Suchen