Drehbuch
Drei Dinge

„Drehbuch (auch: Szenario, Skript). Schriftliche Strukturierung einer Handlung, auf deren Grundlage ein Film gedreht wird.“

Reclams Sachlexikon des Films, Stuttgart 2002

Angenommen ... Du hast eine geniale Idee für einen Filmstoff. Bist Feuer und Flamme. Doch mach dich gleich auf den ersten Dämpfer gefasst: Beim genaueren Hinsehen stellt sich heraus, dass jede noch so geniale und auf den ersten Blick neuartige Story im Laufe der Menschheitsgeschichte schon einmal erzählt worden ist. Dazu ein bekannter Autor: „Alles ist gesagt, geschrieben, gesehen. Also wird es nur eine neue Verpackung alter Stoffe geben.“

Ein guter Film braucht drei Dinge...

Das Drehbuch ist die zentrale Arbeitsgrundlage für einen Film. Es steht am Anfang des Arbeitsprozesses, beeinflusst alle nach ihm folgenden Arbeitsschritte. Ohne ein gutes Buch, kann kein Film gelingen. Um mit Alfred Hitchcock zu sprechen: "Ein guter Film braucht drei Dinge: erstens ein gutes Drehbuch, zweitens ein gutes Drehbuch und drittens ein gutes Drehbuch."

Dokumentarfilme, TV-Movies, Kurzfilme, abendfüllende Kinofilme, TV-Serien und Daily-Soaps, jedes dieser Werke verlangt eine andere Art von Drehbuch. Sie unterscheiden sich zum Beispiel durch den dramaturgischen Aufbau und dem zeitlichen Rahmen, der für die Realisierung zur Verfügung steht. Das hier vorgestellte Drehbuch bildet die Grundlage für den abendfüllenden Spiel- oder Fernsehfilm und will verkauft werden.

Eine Idee und ihre Weiterentwicklung – Vorschläge:

„Das Drehbuchschreiben ist eine Kunst, die auf Logik beruht. Sie besteht in der beharrlichen Anwendung einer Reihe von grundlegenden Fragen: Was will der Held? Was hindert ihn daran, es zu bekommen? Was passiert, wenn er es nicht bekommt.“
David Mamet, Die Kunst der Filmregie, Berlin 2001, S. 12

Keine Filmidee ist etwas wert, so lange sie nicht niedergeschrieben ist. Das Verfassen eines Drehbuches ist nicht nur schöpferische, sondern auch handwerkliche Arbeit. Kein Autor ist in der Lage, aufgrund einer Idee sofort ein komplettes Drehbuch zu schreiben. Es hat seine Vorteile eine Geschichte methodisch zu entwickeln. Man arbeitet sich von der groben Struktur über verschiedene Zwischenstadien bis zur Endfassung. Durch diese Arbeitsweise, durch das schrittweise Vorgehen, werden Unsicherheitsfaktoren und Fehler minimiert. Material kann problemlos hinzugefügt werden kann. Eventuelle Ungereimtheiten und Fehler können leichter entdeckt und beseitigt werden.

Von einer Idee zum Drehbuch zu kommen, kann auf so viele Weisen erfolgen, wie es Autoren gibt. Jeder muss für sich die am besten geeignete Methode herausfinden. Die nachfolgend beschriebenen Schritte stellen einen von vielen möglichen Wegen dar.

Die drei wichtigsten Entwicklungsstadien eines Stoffes sind Exposé, Treatment und Drehbuch.

 
 
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