Die Stummfilmära
1910 erfindet
Produzent Carl Laemmle, der spätere Gründer von Universal Pictures das
Star-System. Er baut die unbekannte Schauspielerin Florence Lawrence
durch eine massive PR-Kampagne zum Film-Star auf. Der erste große
Hollywood Filmstar nimmt sich 1938 das Leben, nachdem sie in mehreren
Filmen so kleine Rollen spielte, dass sie nicht einmal im Abspann steht
und ihre Szene in Hollywood Boulevard herausgeschnitten wird.
1911
Hollywood wird zum neuen Filmzentrum. David Horsley eröffnet für die
Nestor Company an der Kreuzung Sunset Boulevard/Gower Street in Los
Angeles das erste Filmstudio. Binnen Jahresfrist siedeln weitere 15
sogenannte unabhängige Studios in den Vorort von Los Angeles über.
Innerhalb kürzester Zeit wächst Hollywood zum Zentrum der
US-Filmindustrie heran.
1913 wird die erste wissenschaftliche Untersuchung zur Soziologie des Kinos und seiner Besucher wird von Emilie Altenloh publiziert

Einzelbild aus den Zeichnungen zu Gertie The Dinosaur, 1914 – Winsor McCay
1914 kommt der wahrscheinlich erste Trickfilm ins Kino. Der Cartoonist
Winsor McCay (1871–1934) zeichnet für Gertie The Dinosaur mehr als
10 000 Einzelbilder.
David Wark Griffith dreht 1915
mit The Birth of a Nation einen Meilenstein des Kinos. Griffith drehte
mit vier Regieassistenten ohne Drehbuch und schriftliche Unterlagen, er
hatte alles im Kopf. Künstlerisch war Griffith seiner Zeit weit voraus,
er dachte und gestaltete nicht mehr in den Kategorien des Theaters,
sondern in der Sprache des Films. Der Film ist ein immenser Erfolg. Ist
aber wegen seiner rassistischen Aussage sehr umstritten.
The Birth of a Nation, 1915 – Regie: David Wark Griffith
1919 gründen
vier der bekanntesten Persönlichkeiten des US-amerikanischen Films, die
Schauspieler Charles Chaplin, Douglas Fairbanks und Mary Pickford sowie
der Regisseur David Wark Griffith die „United Artists Corporation“ als
eigene Produktions- und Verleihgesellschaft.
David Wark Griffith beginnt 1919 erstmals Filmsets anstelle von Außenaufnahmen zu nutzen.
Weitere Informationen zu:
Emile Altenloh (www.uni-oldenburg.de)
David W. Griffith (www.wikipedia.org)
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