Filmlicht
Lichtquellen

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Lichtquellen, die sich in der Lichtqualität, also der Farbtemperatur, unterscheiden, Tageslicht und Kunstlicht. Tageslicht hat je nach Sonnenstand und Bewölkung mehr bläuliche Anteile, während Kunstlicht ins Orangerötliche tendiert. Neonlicht ist grünlich. Treten beide Lichtarten zusammen auf, spricht man von Mischlicht.

Tageslicht ist die wichtigste Lichtquelle. Die in der Frühzeit des Films verwendeten Filme waren noch recht unempfindlich, um das Tageslicht zu nutzen, wurden die Filmstudios mit Glas zu überdacht.

Schon damals versuchte man mit gerichtetem Scheinwerferlicht die Sonne zu imitieren. So soll die Aussicht auf 360 Sonnentage im Jahr dazu beigetragen haben, die Produzenten zu überzeugen, die Filmarbeiten von New Jersey nach Hollywood zu verlegen.

Heute gibt es neben sensiblem Filmmaterial, High Speed-Objektiven sowie empfindlichen Videokameras auch eine Vielzahl von künstlichen Lichtquellen.

Tageslicht wird bei Außenaufnahmen häufig mit Scheinwerfern oder Blenden unterstützt, um Schattenpartien aufzuhellen. Wie in der Vergangenheit werden aber auch heute zur Imitation von Sonnenlicht Scheinwerfer verwendet, deren tageslichtähnliche Lichtzusammensetzung für eine farbgetreue Wiedergabe wichtig ist.

Kunstlichtquellen lassen sich an zwei grundlegenden Merkmalen unterscheiden:

– nach der Bündelungsart des Lichtstrahls
– nach den Farbeigenschaften des Lichtstrahls.

Die Unterscheidung zwischen Tages- und Kunstlichtlampen ist wegen der natürlichen Farbwiedergabe notwendig. So erscheint z. B. Weiß auf Kunstlichtmaterial nur als weiß, wenn es auch wie mit Kunstlicht ausgeleuchtet wurde. Das trifft nicht nur für Weiß, sondern für alle Farben zu. Kunstlichtfilm mit Tageslichtlampen ausgeleuchtet, wird bläulich, Tageslichtfilm auf Kunstlicht ausgeleuchtet wird deutlich gelborange-stichig.

 
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