Planung schafft Freiraum für Kreativität Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Dreharbeiten sind meist sehr anstrengend und wenn sie gut vorbereitet sind, kann das den Stress minimieren. Gerade wenn die Mittel knapp sind, ist Planung alles. Je genauer, desto besser. Das betrifft alle Bereiche der Produktion. Erfahrungsgemäß tauchen während einer Produktion doppelt so viele Probleme auf wie erwartet. Daher ist es sinnvoll, so viel wie möglich schon in der Preproduction-Phase zu klären. Das ist meist auch wesentlich kostengünstiger. Während der Dreharbeiten hat man mit technischen Schwierigkeiten ebenso zu kämpfen wie mit zwischenmenschlichen. Je mehr Klarheit über das Vorgehen bei allen Beteiligten herrscht, desto souveräner kann man mit dem Unerwarteten fertig werden. Vor allem die Heads of Department, die Leiter der jeweiligen Produktionsdepartments, müssen das gleiche Ziel vor Augen haben. Wichtig ist, dass die Planung eines Departments in einer Form erfolgt, in der ein anderes Department diese Überlegungen nachvollziehen kann. Kommunikation und Listen können ein zentrales Planungselement sein. Ist kein Regieassistent von Anfang des Projektes an vorhanden, muss man als Regisseur diese oft mühsame Arbeit gemeinsam mit dem Produktionsleiter durchführen. Empfehlenswert ist es in diesem Fall, die Drehbuchauszüge gemeinsam mit dem Produktionsleiter zu erstellen. Das gibt der Regie die Gelegenheit, zusammen mit der Produktionsseite seines Projektes eine komplexe Aufschlüsselung des Drehvorhabens durchzuführen und Aufwand, Pensum und Problemstellungen gemeinsam festzulegen. Das kann zukünftige Reibungspunkte minimieren. Gerade wenn das Geld knapp ist ... Eine gute Planung kann verbesserte Voraussetzungen für den Dreh schaffen, Zeit und Nerven am Set sparen und somit schlussendlich zur Qualität der Filmarbeit beitragen. Die Notwendigkeit der Planung zieht sich durch alle Bereiche, alle Departments, alle Arbeitsschritte. Das beginnt bei der Erstellung eines groben Herstellungsplans für das gesamte Projekt und eines detaillierten Produktionstimings – in Tage aufgeschlüsselt. Geplant werden kann und sollte: - Herstellungsplan grob
- Herstellungsplan detailliert in einzelnen Tagen
- Drehplan
- Planung der letzten Tage vor Drehbeginn – eigene Dispo mit Uhrzeiten & Fahrdispo
- Teamzusammensetzung
- Casting - Team, Termine, Equipment, Location
- Teamtreffen und genaues Programm dieser Treffen
- Motivbegehungen – eigene Dispo mit Uhrzeiten & Fahrdispo
- Genauer Fertigstellungsplan (Postproduktion)
- Auflösung / Storyboard
- Drehreihenfolge
- Lichtpläne für einzelne Sets
- Baupläne für einzelne Sets
- Welche Nurtöne müssen aufgenommen werden
- Vorausplanung von komplexen Komparsenbewegungen
- Speiseplan Catering
All diese Pläne sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Jeder Plan kann jederzeit verworfen werden, wenn ein besserer Einfall, eine geschicktere Option oder eine Fehlentscheidung auf dem Tisch liegt. Außerdem müssen die Pläne noch genügend Flexibilität, Handlungsspielraum lassen, um auf Unvorhergesehenes reagieren zu können. Wer nur stur nach seinem Schema agiert und die Augen nicht offen hält, wird ein steriles Ergebnis erzielen und bei Problemen nicht flexibel genug sein, um schnell und entschlossen auf diese zu reagieren. Einen ausführlichen Preproduction Count Down gibts hier das GO ist da vier Wochen vor Drehbeginn drei Wochen vor Drehbeginn zwei Wochen vor Drehbeginn eine Woche vor Drehbeginn |
|
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 Nächste > Ende >>
|
| Ergebnisse 1 - 1 von 5 |